Vom 1. bis 3. Oktober 2026 findet in Bonn das b° future Festival statt
veranstaltet vom Bonn Institute und ausgerichtet auf Journalismus und konstruktiven Dialog. Ich freue mich, dieses Jahr mit einem eigenen Talk dabei zu sein.
Ein Festival für Redaktionen und konstruktiven Journalismus
Das b° future Festival richtet sich vor allem an Menschen aus Redaktionen, Medienhäusern und angrenzenden Institutionen, die sich mit der Zukunft des Journalismus beschäftigen. Getragen wird es vom Bonn Institute, das sich seit einigen Jahren mit konstruktivem Journalismus als Antwort auf Krisenmüdigkeit und Vertrauensverlust in klassischen Redaktionen befasst. Das Festival selbst gibt es bereits seit einigen Jahren, mit früheren Ausgaben 2023, 2024 und 2025, und wächst von Jahr zu Jahr sichtbar. Über drei Tage verteilt treffen sich Redakteurinnen und Redakteure, Medienschaffende und Menschen aus angrenzenden Institutionen zu Vorträgen, Panels und Gesprächen, die sich um dieselbe Grundfrage drehen, wie Journalismus in einer zunehmend fragmentierten und beschleunigten Öffentlichkeit sein Vertrauen behält.
Wer zeigt, entscheidet
Am 2. Oktober spreche ich im Haus der Bildung über die Frage, wer in Redaktionen eigentlich entscheidet, was gezeigt wird, und was das mit Vertrauen zu tun hat. Der Talk trägt den Titel „Wer zeigt, entscheidet: Redaktionelle Verantwortung im KI-Zeitalter“. Meine These ist, dass nicht nur das KI-Bild das Problem ist, sondern vielmehr die redaktionelle Entscheidung, wie es ausgewählt und eingebettet wird. An aktuellen Beispielen zeige ich, wie genau diese Entscheidungen darüber bestimmen, ob Vertrauen wirklich trägt.
Das Thema schließt unmittelbar an das an, was mich in den letzten Monaten intensiv beschäftigt hat, von der Slopaganda-These bis Liar’s Dividend. Im Kern geht es immer um dieselbe Frage, wer entscheidet, was als glaubwürdig gilt, wenn sich echte und generierte Inhalte kaum noch unterscheiden lassen.
Warum das Publikum beim b° future Festival passt
Gerade weil sich b° future an Redaktionen richtet, ist der Rahmen für dieses Thema besonders passend. Wer täglich Bildmaterial sichtet, Quellen prüft und Veröffentlichungsentscheidungen trifft, steht inzwischen regelmäßig vor der Frage, ob ein Bild, ein Video oder ein Zitat echt ist, und ob eine Kennzeichnung als KI-generiert am Ende mehr Vertrauen schafft oder eher zusätzliches Misstrauen sät. Genau an dieser Schnittstelle zwischen technischer Möglichkeit und redaktioneller Verantwortung setzt mein Talk an, mit konkreten Beispielen statt allgemeiner Warnungen vor KI.
Termin und Location beim b° future Festival
Der Talk findet am 2. Oktober von 16:00 bis 17:00 Uhr im Haus der Bildung statt, Raum 1.58. Zugang gibt es mit Festivalticket. Weitere Details zur Session gibt es auf der Veranstaltungsseite, Tickets für das gesamte Festival über den Ticketshop. Das komplette Programm mit allen Speakerinnen und Speakern findet sich auf der Festival-Seite.
Wer mag, schaut auch gerne auf meinem Speaker-Profil beim b° future Festival vorbei.
Über den einzelnen Talk beim b° future Festival hinaus
Wer nach dem 2. Oktober tiefer einsteigen möchte, findet das Thema auch außerhalb des Festivals wieder. In Workshops für Redaktionen und Kommunikationsabteilungen arbeite ich mit Teams genau an diesen Entscheidungssituationen, wann ein KI-generiertes Bild überhaupt infrage kommt, wie eine Kennzeichnung aussehen sollte und wie man intern zu einer nachvollziehbaren Linie kommt, statt jede Entscheidung von Fall zu Fall neu zu treffen. Das ist am Ende der Unterschied zwischen einer Redaktion, die auf jeden neuen KI-Vorfall reaktiv reagiert, und einer, die eine Haltung dazu entwickelt hat, bevor der nächste Fall auftaucht.
Interesse an einem Vortrag oder Workshop zu diesem Themenfeld für die eigene Redaktion oder Organisation kann gerne über michael-schwertel.de an mich herangetragen werden.
Mehr über Vorträge zur Einordnung von KI in den Medien hier.



