Embodied AI: Wenn Künstliche Intelligenz einen Körper bekommt

Das Buch über Embodied AI, Robotik und die Folgen für unsere Gesellschaft

Während die Öffentlichkeit noch über Chatbots diskutiert, steht die nächste Welle der Künstlichen Intelligenz bereits in den Startlöchern. Roboter in Pflegeheimen und Lagerhallen, Exoskelette in der Rehabilitation, neuronale Schnittstellen, die Menschen eine Stimme zurückgeben. Mein Buch erklärt, was diese Entwicklung bedeutet, für Arbeit, für Recht und Haftung und für die Frage, wer am Ende von dieser Technologie profitiert. Es erscheint im Carl Hanser Verlag.

Was Embodied AI von heutiger KI unterscheidet

Ein Körper ist keine Zugabe zur Software. Er verändert, was ein System lernen kann, welche Fehler es macht und wer dafür geradesteht. Sobald Intelligenz greift, fährt und in denselben Räumen handelt wie wir, werden aus technischen Fragen sehr schnell gesellschaftliche. Das Buch richtet sich an Leserinnen und Leser, die verstehen wollen, was auf sie zukommt, ohne dafür ein Ingenieurstudium zu benötigen. Technische Grundlagen erkläre ich dort, wo sie nötig sind. Jedes Kapitel lässt sich einzeln lesen, in der Reihenfolge ergeben sie ein Argument.

Die zehn Kapitel:

Warum der Bildschirm nur eine Brückentechnologie war und KI jetzt eine Gestalt bekommt.

Humanoide Helfer zwischen Industriehalle und Wohnzimmer und warum wir ihnen Namen geben.

Simulation, digitale Zwillinge und Foundation Models, die aus Spezialisten Generalisten machen.

Exoskelette als Maschinen zum Anziehen und Neurotechnologie, die Selbstbestimmung erweitert.

Was Gehirn-Computer-Schnittstellen heute leisten und wo die ethischen Fragen beginnen.

Welche Tätigkeiten verschwinden, welche entstehen und wem der Wohlstand der Maschinen gehört.

Der Wettlauf zwischen China, den USA und Europa

Wer haftet, wenn der Roboter irrt und was der EU AI Act für verkörperte KI bedeutet.

Über Werte entscheiden nicht die Maschinen, sondern die Gesellschaft, die sie zulässt.

Vom Spezialisten zum Alltagsbegleiter und die Frage, wie wir mit Robotern zusammenleben werden.

Die Gespräche im Buch

Für das Buch habe ich mit Menschen gesprochen, die diese Entwicklung erforschen, regulieren, bauen oder täglich am eigenen Körper erleben.

Was ich aus den Gesprächen mitnehme

Je schneller Technisierung und Innovation voranschreiten, desto stärker treten die grundlegenden menschlichen Strukturen hervor und das, was sie leisten können. Der Human Factor wird wichtiger, nicht unwichtiger. Die eindrücklichsten Momente kamen deshalb oft aus der Pflegepraxis, von Menschen, die mit einem Exoskelett durch ihre Schicht gehen und selbst entscheiden wollen, wann sie es tragen.

Forschung, Medizin und Politik

Für das Buch habe ich mit führenden Köpfen aus Wissenschaft und Regulierung gesprochen. Mit einem der international bekanntesten Robotikforscher der TU München, mit einem Mediziner und Neurotechnologen der Charité, mit einem Technikphilosophen, der dem Deutschen Ethikrat angehörte und den Bundestag in Fragen der Technikfolgen berät, und mit dem Architekten des EU AI Act. Sie ordnen ein, was Embodied AI heute kann, wo sie überschätzt wird und welche Regeln sie braucht.

Industrie und Pflegepraxis

Ebenso wichtig waren mir die Menschen, die diese Technik bauen oder täglich nutzen. Ein Unternehmer aus der Intralogistik erzählt, wie weit die Automatisierung in den Werkshallen schon ist. Eine Pflegefachkraft, eine Sozialarbeiterin und ein Arbeitswissenschaftler berichten aus einer Pilotstudie, in der Pflegekräfte Exoskelette im Schichtalltag getragen haben. Ihre Erfahrungen haben manche meiner Thesen deutlich korrigiert.

Das Buch als Vortrag

Die Themen des Buches gibt es auch als Keynote, für Industrie und Gesundheitswesen ebenso wie für Verbände und Kongresse. Mehr auch unter der Webseite.

Michael Schwertel bei seinem Vortrag über KI, Embodied AI, Fakes und Vertrauen bei Besser Online 2026

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