Die Zukunft ist barrierefrei

Robotik, Exoskelette und Embodied AI eröffnen neue Wege zu Teilhabe, Selbstständigkeit und gesellschaftlicher Inklusion. Prof. Michael Schwertel zeigt, wie Technologie Barrieren abbauen kann – in Arbeit, Bildung, Gesundheit und im Alltag.

Warum Barrierefreiheit ein Innovationsthema ist und kein Nischenthema

Wenn über Künstliche Intelligenz gesprochen wird, geht es meistens um Effizienz, Wettbewerbsvorteile und Automatisierung. Selten geht es um die Frage, die eigentlich am wichtigsten ist: Kann Technologie dazu beitragen, dass mehr Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben?

Prof. Michael Schwertel stellt genau diese Frage ins Zentrum seiner Arbeit. Nicht als Randthema, sondern als Kernfrage technologischer Innovation: Wenn KI, Robotik und Embodied AI so leistungsfähig werden, wie ihre Entwickler versprechen, für wen werden sie leistungsfähig? Für alle oder nur für diejenigen, die ohnehin schon Zugang haben?

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In Deutschland leben rund 7,9 Millionen Menschen mit einer schweren Behinderung. Weltweit sind es über eine Milliarde. Hinzu kommen Millionen älterer Menschen, deren Mobilität, Wahrnehmung oder kognitive Fähigkeiten nachlassen. Für sie alle könnte Technologie den Unterschied machen zwischen Abhängigkeit und Autonomie, zwischen Ausschluss und Teilhabe.

Doch das passiert nicht von selbst. Es passiert nur, wenn Technologie von Anfang an mit dem Ziel entwickelt wird, Barrieren abzubauen und wenn Menschen, die diese Barrieren kennen, in die Entwicklung einbezogen werden. Prof. Schwertel verbindet in seiner Arbeit technologisches Wissen mit gesellschaftlicher Verantwortung und macht deutlich: Innovation ist erst dann vollständig, wenn sie allen zugute kommt.

Vortrag von Michael Schwertel über Künstliche Intelligenz und die Zukunft der Mediengestalter Ausbildung am Simon Ohm Berufskolleg in Köln

Embodied AI, Exoskelette und Robotik Technologie, die Barrieren abbaut

Embodied AI – also Künstliche Intelligenz, die in physische Systeme wie Roboter, Exoskelette oder Prothesen integriert ist, gehört zu den Technologiefeldern mit dem größten Potenzial für gesellschaftliche Wirkung. Anders als rein softwarebasierte KI interagiert Embodied AI direkt mit der physischen Welt und kann so konkrete, körperliche Barrieren überwinden.

Exoskelette und Mobilität: Motorisierte Exoskelette ermöglichen es Menschen mit Querschnittslähmung, wieder zu stehen und zu gehen. Was vor zehn Jahren nach Science Fiction klang, wird in spezialisierten Rehabilitationszentren bereits eingesetzt. Die Technologie entwickelt sich rasant weiter: leichtere Materialien, bessere Sensorik, intuitivere Steuerung.

Assistive Robotik im Alltag: Roboterarme, die bei der Nahrungsaufnahme helfen. Autonome Rollstühle, die Hindernisse erkennen. Kommunikationssysteme, die Augenbewegungen in Sprache übersetzen. KI-gestützte assistive Technologien werden immer präziser und zugänglicher.

KI in der Rehabilitation: Machine-Learning-Systeme analysieren Bewegungsmuster und passen Therapiepläne individuell an. Virtuelle Realität ermöglicht Rehabilitationsübungen in geschützten Umgebungen. Und Sprachassistenten geben Menschen mit Sehbehinderungen neue Zugänge zu Information und Kommunikation.

KI am Arbeitsplatz: Intelligente Software passt Arbeitsumgebungen an individuelle Bedürfnisse an. Von Screenreadern über automatische Untertitelung bis hin zu KI-gestützter Gebärdenspracherkennung. Prof. Schwertel arbeitete in Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft und REHADAT und seinen Studierenden daran, diese Potenziale für den deutschen Arbeitsmarkt sichtbar und nutzbar zu machen.

Prof. Schwertel beschäftigt sich seit Jahren in diesem Feld. Sein Embodied AI Book Project bündelt diese Arbeit und dokumentiert den aktuellen Stand der Forschung an der Schnittstelle von KI, Robotik und gesellschaftlicher Teilhabe.

Warum echte Innovation Inklusion von Anfang an mitdenken muss

Die Technologiebranche hat ein strukturelles Problem: Sie entwickelt Produkte für die Mehrheit und behandelt Barrierefreiheit als nachträgliche Anpassung. Ein Feature, das „auch noch“ eingebaut wird. Ein Compliance-Häkchen, das gesetzt werden muss.

Prof. Schwertel argumentiert grundlegend anders. In seinen Vorträgen zu Barrierefreiheit und Innovation zeigt er, warum Inklusion kein Zusatz ist, sondern ein Designprinzip. Technologien, die für Menschen mit Einschränkungen entwickelt werden, sind oft die besseren Technologien für alle. Die Sprachsteuerung, die heute jedes Smartphone hat, entstand aus der Notwendigkeit, Menschen mit motorischen Einschränkungen den Zugang zu Computern zu ermöglichen. Untertitel, ursprünglich für gehörlose Menschen entwickelt, werden heute von Millionen Pendlern in der U-Bahn genutzt.

Dieses Prinzip, dass Barrierefreiheit Innovation treibt statt sie zu bremsen, ist der rote Faden durch Prof. Schwertels Arbeit in diesem Themenfeld. Es verbindet seine akademische Forschung an der CBS International Business School mit seinen praktischen Projekten und seiner Beratertätigkeit für Institutionen und Organisationen.

Für Unternehmen bedeutet das: Wer Barrierefreiheit als Innovationschance begreift statt als regulatorische Pflicht, erschließt nicht nur neue Zielgruppen, sondern entwickelt grundsätzlich bessere Produkte und Dienstleistungen. Der European Accessibility Act, der ab 2025 verbindliche Barrierefreiheitsstandards für Produkte und Dienstleistungen vorschreibt, macht dieses Umdenken auch wirtschaftlich zwingend.

Podiumsdiskussion zu Künstlicher Intelligenz und Mediengestalter Ausbildung am Simon Ohm Berufskolleg in Köln mit Michael Schwertel
Prof. Michael Schwertel im 1LIVE Studio beim Interview zu Künstlicher Intelligenz und Medieninnovation

Barrierefreiheit und KI: ein Thema, das in Redaktionen gehört

Die Verbindung von Künstlicher Intelligenz und Barrierefreiheit ist eine der am stärksten unterbelichteten Geschichten im deutschen Technologiejournalismus. Während über KI-Chatbots und Effizienzgewinne im Marketing endlos berichtet wird, fehlt es an fundierter Berichterstattung über das transformative Potenzial von KI für Menschen mit Behinderungen und für eine alternde Gesellschaft.

Prof. Michael Schwertel verbindet in diesem Themenfeld eine seltene Kombination: Er forscht als Professor für Media Management zur Schnittstelle von Technologie und Gesellschaft, begleitet praktische Projekte mit Institutionen wie dem Institut der deutschen Wirtschaft und REHADAT, und kann als Keynote Speaker diese komplexen Zusammenhänge für ein breites Publikum verständlich einordnen. Seine Forschungsreisen (unter anderem nach Silicon Valley, Stanford, Google und SAP) geben ihm Einblick in internationale Entwicklungen, die den deutschen Markt prägen werden.

Relevante Gesprächsanlässe für Redaktionen:

  • Wie verändern Exoskelette und assistive Robotik das Leben von Menschen mit körperlichen Einschränkungen und wer hat Zugang zu dieser Technologie?
  • Der European Accessibility Act ab 2025: Was müssen Unternehmen jetzt tun und sind sie vorbereitet?
  • Embodied AI: Warum die nächste KI-Revolution nicht auf dem Bildschirm stattfindet, sondern in der physischen Welt
  • Alternde Gesellschaft und Technologie: Kann KI die Pflegelücke schließen oder verschärft sie sie?
  • Barrierefreiheit am Arbeitsplatz: Wie KI-gestützte Anpassungen Menschen mit Behinderungen neue berufliche Perspektiven eröffnen
  • Inklusion als Designprinzip: Warum Barrierefreiheit bessere Produkte für alle hervorbringt

Als Gesprächspartner bietet Prof. Schwertel:

  • Forschungsfundierte Einordnung mit Praxisbezug
  • Einblicke aus internationaler Forschung (Silicon Valley, Stanford, europäische Institutionen)
  • Konkrete Beispiele aus Kooperationen 
  • Persönliches Engagement für das Thema, keine bloße akademische Distanz
  • Verständliche Sprache für ein breites Publikum

Für Interviewanfragen und Hintergrundgespräche: Kontakt aufnehmen

Vorträge, Projekte und Forschung zu Barrierefreiheit und KI

Prof. Schwertel arbeitet in mehreren Formaten an der Verbindung von Innovation und Inklusion:

Keynote: Die Zukunft ist barrierefrei Wie KI, Robotik und Embodied AI neue Formen der Teilhabe ermöglichen und warum Innovation erst dann vollständig ist, wenn sie allen zugute kommt. Dieser Vortrag verbindet technologische Einordnung mit gesellschaftlicher Perspektive und richtet sich an Unternehmen, Institutionen, Stiftungen und Veranstaltungen mit Fokus auf Inklusion und Zukunft.

Projekt: Embodied AI Buchprojekt Ein laufendes Forschungs- und Publikationsprojekt, das den aktuellen Stand von Embodied AI an der Schnittstelle zu Barrierefreiheit, Robotik und gesellschaftlicher Teilhabe dokumentiert. Das Projekt verbindet akademische Forschung mit internationalen Praxisbeispielen.

Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft und REHADAT: Gemeinsam mit der CBS International Business School und dem IW Köln arbeitet Prof. Schwertel an Projekten, die Barrierefreiheit im Berufsleben sichtbarer machen und neue Chancen durch Technologie eröffnen. Studierende der CBS entwickeln dabei in Zusammenarbeit mit REHADAT Konzepte im Bereich Marketing und Kommunikation für barrierefreie Arbeitswelten.

Verbindung zu weiteren Themen: Die Frage, wie Technologie gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht, verbindet sich mit Prof. Schwertels breiteren Themenfeldern: Keine Angst vor KI und Innovationen adressiert die Verunsicherung gegenüber technologischem Wandel. KI in Medien, Kommunikation und Gesellschaft beleuchtet, wie KI Öffentlichkeit und Meinungsbildung verändert. Und das Thema Zukunftsmindset und Innovationsexplosion zeigt, wie Führungskräfte in Zeiten rasanter Veränderung handlungsfähig bleiben.

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Professor Michael Schwertel im Interview bei 3sat Nano zu Künstlicher Intelligenz
Vortrag von Michael Schwertel zu KI Agenten und OpenClaw am Simon Ohm Berufskolleg in Köln

Für wen das Thema Barrierefreiheit und KI besonders relevant ist

Unternehmen, die den European Accessibility Act umsetzen müssen: Ab 2025 gelten neue Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und digitale Dienstleistungen. Wer das als Chance statt als Pflicht begreift, verschafft sich einen strategischen Vorteil.

Gesundheitssektor und Rehabilitation: Kliniken, Rehabilitationszentren und Pflegeeinrichtungen, die KI-gestützte assistive Technologien evaluieren und einsetzen wollen.

Stiftungen und Sozialunternehmen: Organisationen, die technologische Innovation für gesellschaftliche Wirkung nutzen. Von der Aktion Mensch bis zu spezialisierten Inklusionsinitiativen.

Behindertenverbände und Selbstvertretungsorganisationen: Die Perspektive von Menschen mit Behinderungen muss in der KI-Entwicklung stärker gehört werden. Prof. Schwertel bringt diese Perspektive in den technologischen Diskurs ein.

Technologieunternehmen und Produktentwickler: Wer inklusive Technologie entwickeln will, braucht Verständnis für die Bedürfnisse der Nutzer und den regulatorischen Rahmen. Der KI-Kompass bietet dafür einen strukturierten Ansatz.

Bildungseinrichtungen: Hochschulen und Weiterbildungsprogramme, die Barrierefreiheit und inklusives Design in ihre Curricula integrieren. Prof. Schwertel bringt hier die Erfahrung aus seiner Lehre an der CBS mit, einschließlich konkreter Studierendenprojekte mit REHADAT.

Veranstalter von Inklusions- und Innovationsevents: Ob Sozialkongress, Technologiekonferenz oder Barrierefreiheits-Tag: Das Thema „Die Zukunft ist barrierefrei“ verbindet gesellschaftliche Relevanz mit technologischer Vision.

Lassen Sie uns über Teilhabe und Innovation sprechen

Ob als Keynote Speaker auf Ihrer Veranstaltung, als Projektpartner für Ihre Initiative oder als Experte für Ihre Redaktion. Prof. Michael Schwertel steht für Anfragen zur Verfügung.

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